Zwei Stellen können dasselbe Monatsgehalt bieten und sich beim Jahresverdienst unterscheiden. Eine zusätzliche jährliche Zahlung lässt sich für einen rechnerischen Vergleich auf zwölf Monate oder auf die durchschnittlichen Jahresstunden verteilen.
Regelmäßiger Verdienst und Sonderzahlungen
Trage im Stundenlohnrechner zuerst das regelmäßige Monatsgehalt oder den regelmäßigen Stundenlohn ein. Zusätzliche Beträge wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gehören zusammengefasst in das Feld „Sonderzahlungen pro Jahr“.
Ein zusätzlicher voller Monatsbetrag von 3.000 Euro wird dort als 3.000 Euro eingetragen. Ein halber Monatsbetrag von 1.500 Euro als 1.500 Euro. Die Eingabe ist immer die Summe für ein ganzes Jahr, keine monatliche Rate.
Beispiel: 3.000 Euro Monatsgehalt und eine zusätzliche Zahlung
Bei 3.000 Euro monatlichem Grundgehalt, 40 Wochenstunden und einer jährlichen Sonderzahlung von 3.000 Euro ergibt sich:
- Jährlicher Grundverdienst: 12 × 3.000 = 36.000 Euro.
- Jahresverdienst einschließlich Sonderzahlung: 36.000 + 3.000 = 39.000 Euro.
- Durchschnittliche Jahresstunden im 52-Wochen-Modell: 40 × 52 = 2.080 Stunden.
- Stundenlohn ohne Sonderzahlung: 36.000 ÷ 2.080 ≈ 17,31 Euro.
- Stundenlohn mit Sonderzahlung im Jahresmittel: 39.000 ÷ 2.080 = 18,75 Euro.
Die zusätzliche Zahlung erhöht den rechnerischen Jahresdurchschnitt. Sie ändert nicht automatisch den regelmäßig vereinbarten Stundenlohn. Beide Werte erscheinen im Ergebnis deshalb getrennt.
Was bedeutet der monatliche Durchschnitt?
39.000 Euro geteilt durch zwölf ergeben 3.250 Euro pro Monat im Jahresmittel. Bei einer Auszahlung des zusätzlichen Betrags im Dezember bleiben die laufenden Monatszahlungen trotzdem bei 3.000 Euro. Der Durchschnitt beschreibt die Verteilung auf das Jahr, keinen Auszahlungsplan.
Doppelzählungen und unterschiedliche Grundlagen vermeiden
Enthält dein verwendeter Monatsbetrag bereits anteilige Sonderzahlungen, darfst du dieselben Beträge nicht nochmals als Jahreszahlung addieren. Verwende außerdem durchgängig Bruttobeträge oder durchgängig Nettobeträge. Der Rechner ermittelt nicht, welcher Nettobetrag aus einer Brutto-Sonderzahlung entsteht.
Ein unsicherer Bonus ist für einen verlässlichen Vergleich weniger aussagekräftig als ein feststehender Betrag. Du kannst deshalb zwei Szenarien rechnen: einmal ohne zusätzliche Zahlung und einmal mit einem begründeten Jahresbetrag. So bleibt sichtbar, welcher Teil des Ergebnisses von dieser Annahme abhängt.
Mit denselben Zeiträumen vergleichen
Das Modell rechnet mit zwölf Monaten und 52 Wochen. Für ein Rumpfjahr oder eine andere Bezugsdauer musst du Beträge und Stunden passend zum selben Zeitraum zusammenstellen. Weitere Grundlagen findest du unter Stundenlohn aus Monatsgehalt und Monatsgehalt aus Stundenlohn.